In diesem Jahr gehts ans Schwarze Meer. Die Reiseziele befanden sich schon in „aller Herren“ Länder von USA und Kanada bis Russland, Spanien, Portugal und Schweden. Für den Neubau seines Kuhstalls im Jahr 2000 hat das MR-Gründungsmitglied viele Anregungen mitgebracht. Der offene Kaltstall nach dem Muster schwedischer Kuhställe war einer der ersten in der Region Mittelholstein.
Wissen an 30 Lehrlinge weitergegeben
Seit 1979 hat Heinrich Timm insgesamt 30 Lehrlinge ausgebildet. „Mich hat es sehr gefreut, dass fast alle zu meinem 60ten Geburtstag gekommen sind – für mich ein Zeichen, dass meine Art auszubilden wohl ganz gut angekommen sein muss.“ Anfang der 80er Jahre gründete Heinrich Timm mit weiteren Landwirten aus dem Großraum Rendsburg den Maschinenring Mittelholstein, weil er die überbetriebliche Nutzung von Ladewagen und Miststreuern sowie das „Silofahren“ besser organisieren wollten. „Heute ist die überbetriebliche Zusammenarbeit fester Bestandteil in unserem Betrieb“, so Heinrich Timm.
Heinrich Timm erinnert sich: „Mein Vater übernahm unseren Betrieb in Haale 1950 als Betriebsleiter. Damals standen 25 Kühe in einem Anbindestall und der Gemischtbetrieb hatte noch Schweinemast und Pferdehaltung. Schon 1960 mit der Einführung der Fahrsilos haben wir eng mit den Nachbarbetrieben zusammengearbeitet. Unser erstes Silo war 200 Kubikmeter groß und wir mussten das Gras noch von Hand abladen. Als ich mit 23 Jahren den Milchviehbetrieb von meinem Vater übernahm war das Geld knapp. In den folgenden Jahren wurde die Stimmung in der Landwirtschaft wieder besser und ich fasste 1975 gemeinsam mit meiner Frau den Entschluss, in einen neuen Laufstall für 80 Kühe zu investierten.“
Mittelfristig 200 Kühe in drei Gruppen
Noch werden die 140 Milchkühe in zwei Leistungsgruppen gehalten. Die Tiere in der Hochleistungsgruppe tragen einen Transponder. In der Zukunft will Betriebsleiter Torben Timm im Zuge der Aufstockung des Bestandes auf drei Leistungsgruppen umstellen, die einen angepassten Anteil Kraftfutter über den Mischwagen bekommen.
Die Agrarberatung Mitte, die eng mit dem MR Mittelholstein zusammenarbeitet, unterstützt den Betrieb beispielsweise bei Anträgen aller Art, Futterberechnungen und in Pflanzenschutzfragen. Unsere Berater achten auf die Einhaltung von Terminen zum Beispiel für den Grundantrag oder die Dieselrückvergütung und sind immer auf dem aktuellen Stand der Förderrichtlinien – eine echte Entlastung für den Betriebsleiter, so Torben Timm.
Die Acker- und Grünlandflächen sind nahezu perfekt um den Hof Timm arrondiert. Die Durchschnittliche Schlagentfernung liegt deutlich unter 1 km. Von den 70 ha Ackerflächen werden 30 ha für den Silomais-Anbau genutzt. Die übrigen 40 ha werden mit Marktfrüchten wie Raps, Weizen, Gerste und sogar Roggen bestellt. Etwa 40 % der Wiesen- und Moorflächen sind durch einen Vertrag mit fünf Jahren Laufzeit extensiviert. Im Zuge der Aufstockung des Milchviehbestandes sollen im ersten Schritt die Marktfruchtflächen für den Futterbau genutzt werden. Bei weiterem Wachstum will Torben Timm auch die extensivierten Wiesen wieder voll in die Nutzung nehmen.
Bild unten: Der offene Kaltstall wurde 1980 nach schwedischem Vorbild errichtet. Christian Lindemann (links) lernt im ersten Lehrjahr auf dem Betrieb von Thorben (Mitte) und Heinrich Timm in Haale. (Foto: Buchholtz)

