Für mehr als 35.000 ha Waldflächen hat die NLF im Jahr 2009 Dienstleistungen erbracht – Tendenz steigend. „Wir haben rund 80.000 Raummeter Holz vermarktet und die notwendigen Fäll- und Transportarbeiten abgewickelt und planen für 2010 mit 140.000 Raummeter“, rechnet NLF-Mitarbeiter Edzard Bornemann vor. Der Forstingenieur ist Geschäftsführer der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Münsterland (FWV), die neben dem Maschinenring Steinfurt und dem Waldbauernverband Gesellschafter der Naturstoff- und Dienstleistungszentrale Land und Forst (NLF) ist. Als Dachorganisation bündelt die FWV die zahlreichen Forstbetriebsgemeinschaften, in denen wiederum private Waldbesitzer mit kleineren Forstflächen organisiert sind.
Hand in Hand mit den Revierförstern
Mit dem Eintritt in die FWV können die Forstbetriebsgemeinschaften die Dienstleistungen der NLF in Anspruch nehmen. „Wir rechnen für 2010 mit weiteren Beitritten von Forstbetriebsgemeinschaften in die FWV Münsterland“, so Edzard Bornemann. Die örtlichen Revierförster arbeiten Hand in Hand mit der NLF und koordinieren die Arbeiten im Wald. Während die NLF auf betriebswirtschaftliche Belange achtet, behält der Revierförster hoheitliche Aufgabe, wie den Naturschutz und die Nachhaltigkeit der Forstbewirtschaftung im Blick. Für MR-Geschäftsführer Hans-Georg Guhle ist diese Aufgabenteilung ein zukunftsweisendes Modell für die Teilprivatisierung der Forstverwaltung. Über einen zentralen Server der NLF und mobile Datenerfassungsgeräte der Revierförster ist ein effizienter Datenaustausch gewährleistet. Die Förster vor Ort sind durch die NLF von zeitraubenden Verwaltungsaufgaben entbunden und können sich verstärkt um hoheitliche Aufgaben kümmern.
Holzverkauf „im Bündel“
Das Holz aus den Privatwäldern des Münsterlandes wird an die Holzindustrie, regionale Sägewerke, Exporthändler sowie Groß- und Kleinabnehmer von Energieholz vermarktet. Die Verkaufsverhandlungen werden von Edzard Bornemann in enger Abstimmung mit dem Regionalforstamt geführt. Die NLF tritt als Zwischenhändler und Bündler auf und sichert dem Waldbauern eine zeitnahe Auszahlung des Verkaufserlöses zu. Die MR-Tochter sorgt für professionelle Rechnungsstellung und ein schlagkräftiges Inkasso. Ursprünglich habe das Regionalforstamt einzelne Rechnungen im Namen der Waldbesitzer verschickt, erklärt Edzard Bornemann. Nach der Übernahme des Inkasso durch die NLF habe sich die Zahlungsmoral der Holzkunden spürbar verbessert. Der einzelne Waldbesitzer sei einfach nicht in der Lage gewesen, offene Beträge nachzufordern, wie die NLF das könne, so Bornemann weiter. Für den Holzkunden hat sich die Abrechnung ebenfalls vereinfacht. Statt einer Vielzahl von Rechnungen bekommt der Kunde nur eine Rechnung von der NLF. Der Erlös aus dem Holzverkauf wird abzüglich der Kosten für die Arbeiten des forstlichen Lohnunternehmens zeitnah an den Waldbesitzer ausgezahlt.

