Mit immer neuen kreativen Ideen von der Organisation eines Bauernmarktes bis zum Vertrieb von Pflanzenkläranlagen und Biokraftstoff-Beratung hat sich der MBR Altmark einen festen Platz unter den erfolgreichsten Ringen in Ostdeutschland erarbeitet. Es sei nicht leicht, den Optimismus in einer Region zu bewahren, an der der viel beschworene, jüngste Aufschwung bisher vorbeigegangen zu sein scheint, so der MR Vorsitzende Hans-Jürgen Bammel. Der gebürtige Niedersachse aus Brackstedt ist überzeugt von den Vorteilen überbetrieblicher Zusammenarbeit und bewirtschaftet neben seinem Stammbetrieb bei Wolfsburg 400 ha Ackerflächen in der Nähe von Osterburg. Die MR-Geschäftsstelle im BIC Technologie-Park in Stendal betreut 140 Mitglieder, die insgesamt 31.000 ha bewirtschaften. Der Maschinenring hat sich mit seinem Arbeitsschwerpunkt Betriebshilfe auf den Bedarf der zahlreichen Milchviehbetriebe eingestellt.
Beratung im bundesweiten Biokraftstoff-Netzwerk
In der Geschäftsstelle in Stendal stehen der neue Geschäftsführer Nils Holger Thiede und MR-Mitarbeiterin Diana Gomell auch für die Beratung in Sachen Biokraftstoffe zur Verfügung. Der Ring ist damit Teil eines Informations- und Beratungsnetzwerks für Produktion und Einsatz von Biokraftstoffen, das deutschlandweit von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) aufgebaut wurde. Über einen wirtschaftlichen Verein (w.V.) als 100 %ige Tochter des eingetragenen Vereins (e.V.) werden gewerbliche Geschäfte, wie Handy-, Auto- und Reifenvermittlungen abgewickelt.
Altmark – eine Region mit Geschichte
Die Altmark im Norden Sachsen-Anhalts war einst der älteste Teil der Mark Brandenburg und wird deshalb auch die„Wiege Preußens“ genannt. Zahlreiche Städte wie Stendal, Tangermünde, Salzwedel, Seehausen und Osterburg waren einmal Mitglied der Hanse und acht historisch verbürgte Hansewege führten durch die Region. Das weitgehend flache Land wird von unterschiedlichen, oft naturbelassenen Landschaften geprägt. Dazu gehören u.a. die Elbauen, die Havelniederung, der Naturpark Drömling, die Altmärkische Wische, die Colbitz-Letzlinger Heide oder der Kalbesche Werder. Entsprechend groß ist die Spanne der Bodenverhältnisse für die Landwirtschaft – von leichten Heideböden bis zu den „Minutenböden“ in den Elbmarschen. Der Durchschnittsbetrieb der Altmark bewirtschaftet über 300 ha. Im Maschinenring ist eine breite Spanne von Betriebstypen organisiert - vom Nebenerwerbsbetrieb bis zur Agrargenossenschaft, vom Milchviehbetrieb bis zu reinen Ackerbau- und Gemüsebaubetrieben.
Bild: Die Geschäftsstelle des MBR Altmark im BIC Technologiezentrum in Stendal. Der Vorsitzende Hans-Jürgen Bammel (Mitte) und sein Team: Diana Gommel und der neue Geschäftsführer Nils Holger Thiede. (Foto: Buchholtz)

