„Unsere Milch GbR lief wirtschaftlich gut, aber vor allem wegen des persönlichen Engagements und der sich gut ergänzenden Gesellschafter“, erinnert sich Hans-Werner Höft. Wenige Jahre nach der Übernahme des elterlichen Milchviehbetriebes gründete der gelernte Landmaschinenmechaniker im Jahr 1996 eine GbR mit einem 3 km entfernten Betrieb. Gemeinsam investierte man in einen neuen Kuhstall. Arbeitszeiten von 5:00 Uhr bis 19:30 Uhr waren seither die Regel. Allerdings ermöglichte die Vollfusion beiden Beteiligten einen Jahresurlaub mit der Familie. Die Technik des Betriebs war immer in einem gutem Zustand und wurde regelmäßig gewartet – für Hans-Werner Höft eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der GbR.
Investieren ohne Hofnachfolger?
Im Jahr 2008 stand für die Höfts die Entscheidung über einen weiteren Wachstumsschritt an. Der GbR-Partner wollte mit der Perspektive eines Hofnachfolgers weiter investieren und auf 150 bis 200 Milchkühe schrittweise erweitern. Familie Höft musste sich nun entscheiden, ob sie für die kommenden 20 Jahre einen „neuen Packen von Schulden und Berge von Arbeit“ tragen wollten. Für die heute 14 und 17 Jahre alten Töchter kam die Arbeit in der Landwirtschaft nicht in Frage. „Meine Frau war neben Ihrer Arbeit als Lehrerin immer weniger motiviert, ihre Freizeit mit mir im Melkstand zu verbringen“, erinnert sich Hans-Werner Höft. Schließlich war der vorzeitige Ausstieg aus dem GbR-Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen der einzige Ausweg. „Als gleichberechtigter Partner hätte ich der Investition zustimmen müssen, wollte aber keine Betriebsbremse sein“ so Höft weiter.
Eine neue Herausforderung – MR Reparaturservice
Bei einer Anfrage beim Maschinenring nach einem Schwader erwähnte Höft beiläufig, dass er plant, aus der aktiven Landwirtschaft auszusteigen.„Bewerb dich nicht so viel, komm doch einfach zu uns“ lautete das spontane Angebot von Ralf-Peter Dieck aus der Geschäftsstelle in Buchholz. Dort hatten Vorstand und Geschäftsführung gerade ein neues Geschäftsfeld konzipiert – den MR-Reparaturservice. In der Startphase reichte der Reparaturservice allein nicht für eine Vollbeschäftigung, deshalb wurde der Landwirtschaftsmeister auch in der Mais-Reife-Probenahme und im Winterdienst bei einer Autobahnmeisterei im Rahmen des Personalleasing eingesetzt.
Insgesamt ist Höft sehr zufrieden mit seiner neuen Arbeit beim Maschinenring. Die Familie ist begeistert von freien Wochenenden und vernünftigen Arbeitszeiten und einfach mehr Zeit. Mehr Zeit hat der Technik-begeisterte auch für seine große Leidenschaft – eine 20 Jahre alte 1.200er Yamaha, die seit der Hofübernahme ein „Schattendasein gefristet hatte“. „Unter anderen Umständen könnte auch heute noch Milchbauer sein, deshalb freue ich mich, beim Maschinenring eine Arbeit eng an der praktischen Landwirtschaft gefunden zu haben“, resümiert Höft.
Weitere Informationen zum Reparatur-Service des MR Harburg lesen Sie in der kommenden Ausgabe 3/2010 von "Maschinenring Aktuell"
Bild: Hans-Werner Höft (rechts) im Einsatz für den Reparaturservice des MR Harburg auf dem Betrieb Jürgen Petersen.

