Gemeinsam vorausdenken – das gehört zum soliden Konzept des Maschinenrings, wenn es darum geht, Mitgliedsbetriebe bei ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten. Das Ziel sind nachhaltig stabile Betriebe mit einer sicheren Zukunft, egal ob Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieb. Die Gesetze der Betriebswirtschaft sind alle gleich und trotzdem gleicht kein Hof dem anderen. Darum ist es dem Maschinenring besonders wichtig, so oft wie möglich Begegnungen mit den Mitgliedern zu schaffen, um mit den einzelnen persönlichen Situationen der Landwirte in Berührung zu kommen. So wurden auch die Messebesucher auf der Agritechnica einmal persönlich nach ihren Einstellungen, Wünschen und Zukunftsgedanken befragt.
Markus Faber (34) aus dem Landkreis Trier-Saarburg hat seinen Hof erst kürzlich übernommen und bewirtschaftet 330 Hektar Ackerfläche:
Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?
Ich möchte meine innerbetriebliche Effizienz steigern, eine nachhaltige Wirtschaftsweise im Ackerbau sicherstellen und standortspezifisch auf den wechselnden Bodenverhältnissen arbeiten. In Zukunft möchte ich meine Betriebsmittel über den Maschinenring zu Sonderkonditionen beziehen Markus Faber (z. B. Kraftstoffe).
Welche Rolle spielt bei Ihnen der Maschinenring - bisher und in der Zukunft?
Der Maschinenring organisiert Bodenproben und führt die Düngeplanung durch. Des Weiteren übernimmt er die Klärschlammausbringung, verleiht Tiefenlockerungsgeräte und wir beziehen Betriebsmittel (z. B. Kraftstoffe) zu günstigen Konditionen. In Zukunft möchten wir auf Erntehelfer über den Maschinenring zurückgreifen.
Was sind Ihre Wünsche an den Maschinenring (z. B. was soll verbessert werden)?
Es sollte eine Homepage des Maschinenrings vor Ort erstellt werden mit allen relevanten Informationen (z. B. Darstellung aktueller Dieselpreise, die jeden Tag schnell abrufbar sind). Ansonsten soll die Zusammenarbeit mit dem Maschinenring so gut bleiben wie bisher.
Helmut Funk (55) aus dem Landkreis Groß-Gerau, der seinen Gemüsebau-Betrieb einmal an seinen Sohn (25) übergeben wird, bewirtschaftet 100 Hektar Ackerfläche:
Ziele:
Ich möchte die Direktvermarktung von geschälten Kartoffeln, Zwiebeln und Spargel weiter ausbauen und eine Lagerhalle für geschälte Ware errichten.
Rolle des Maschinenrings:
Der Maschinenring organisiert die Zuckerrüben-Ernte und hat mich z. B. auch auf die Dieselabsicherung gebracht. Über MR Reisen haben wir einen Urlaub in die Karibik gebucht. In Zukunft möchte ich auch meinen Handy-Tarif auf den Maschinenring umstellen und Zertifikate zur Absicherung des Weizenpreises erwerben.
Wünsche an den Maschinenring:
Ich stelle mir zur Risikominimierung eine weitere Absicherung gegen Trockenheit vor. Grundsätzlich soll die gute Kooperation mit dem Maschinenring so bleiben.
Gunter Burghard (60), Landkreis Gifhorn, 50 Hektar Ackerbau und Rinderzucht, mit Hofnachfolge:
Ziele:
In fünf Jahren möchte ich Altenteiler sein. Ich wünsche mir sehr, dass der Betrieb weiter geführt wird und je nach Situation evtl. weiter ausgebaut oder verpachtet wird. Und – natürlich möchte ich gesund bleiben.
Rolle des Maschinenrings:
In erster Linie übernimmt der Maschinenring die Vermittlung von Maschinen (Mähdrusch, Zuckerrüben-Ernte) und die Abfuhr der Zuckerrüben. Ansonsten nehme ich über den Maschinenring Lohnarbeiten bei anderen Landwirten an (z. B. Stroh schwaden) und stelle meinen Hänger für den Wasserverband zur Grünpflege und zum Laub abfahren zur Verfügung.
Wünsche an den Maschinenring:
Ich bin sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit, es soll alles so bleiben wie bisher – vor allem das gute Preis-Leistungs- Verhältnis.
Matthias Ullrich (35), Landkreis Rhön- Grabfeld, 34 Hektar Ackerbau, hat seinen Betrieb im Jahr 2000 von den Schwiegereltern übernommen:
Ziele:
Ein Hallenbau sowie der Abschluss der Meisterschule (Systembetreuer) stehen an.
Rolle des Maschinenrings:
Der Maschinenring übernimmt das Häckseln von Mais und die Abfuhr zu einer nah gelegenen Biogasanlage.
Wünsche an den Maschinenring:
Ich bin mit allem sehr zufrieden, vor allem funktionieren Abwicklung und Abrechnung gut.
Leonhard Ost (57), Landwirt aus dem Kreis Günzburg/Neu-Ulm und Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe e. V., betreibt Ackerbau und eine Biogasanlage. Die Hofnachfolge wird der Sohn übernehmen.
Ziele als Landwirt:
Meine Ziele 2010 sind alle in Erfüllung gegangen. Nächstes Jahr möchte ich für meinen Sohn ein Wohnhaus bauen.
Ziele als Präsident:
Ich wünsche mir auch in Zukunft als Präsident des BMR e. V. tätig zu sein und möchte die Auflage der Mitgliederzeitung weiter steigern.
Rolle Maschinenring:
Der Maschinenring begleitet mich seit dem 18. Lebensjahr und hat bei vielen betrieblichen Entscheidungen den Blick erweitert, da er als große Informationsquelle dient und Wachstumsschritte ermöglicht. Unsere Biokompostierung beispielsweise wurde nur durch den Maschinenring möglich.
Wünsche an den Maschinenring:
In der Landwirtschaft werden immer mehr qualifizierte Mitarbeiter benötigt, da die Betriebe wachsen. Der Maschinenring soll diese flexibel bereitstellen können.
Beim Maschinenring steht ganz klar der Mensch im Mittelpunkt. In der Organisation stellen sich Menschen für Menschen den Aufgaben, um aktiv Lösungsansätze für die Gemeinschaft zu konzipieren - und zwar die, die morgen schon benötigt werden. Neben der notwendigen Technik werden in erster Linie Produkte angeboten, die auf die Mitglieder und ihre speziellen Bedürfnisse ausgerichtet sind. Der stetige persönliche Kontakt und Erfahrungsaustausch ist dabei das A und O. So ist und bleibt der Maschinenring qualifizierter und erster Ansprechpartner in der Landwirtschaft.

